Sterben mit dem ebook die Druckmaschinen und Bibliotheken aus?

Durch die elektronische Datenübertragung per Email, SMS usw. bekommen nicht nur Drucker und die Postboten weniger zu tun, nun mit dem ebook auch die großen Druckmaschinen in den Verlagen. Selbst die Kommunikation mit Ämtern und Behörden, das Ausfüllen von Formularen und Beantworten von Fragebögen, das Schreiben von Bewerbungen, Rechnungen, Angeboten und Ausschreibungen findet immer häufiger über das Internet und per Email statt. Dadurch wird einem häufig viel Zeit erspart und natürlich auch der Kauf von Papier, Toner und anderem Druckerverbrauchsmaterial.

Doch ganz ohne Papier wird man in unserer Gesellschaft wohl kaum auskommen, denn der Deutsche fühlt sich einfach wohler, wenn er wichtige Dokumente oder auch ein gutes Buch schwarz auf weiß gedruckt in der Hand halten kann. Es gehört einfach zum Kulturgut unserer Gesellschaft dazu, ein gut bestücktes Bücherregal im Haus und seine privaten und geschäftlichen Unterlagen fein säuberlich in Akten geordnet für jeden Fall zur Hand zu haben.

Noch nicht alle vertrauen der modernen Technik, die leider auch ihre kleinen Macken hat und offensichtlich auch leichter zu manipulieren ist, und drucken z.B. eine wichtige Email-Nachricht noch einmal aus. Außerdem müssen z. B. Rechnungen, die man per Email bekommt sowieso fürs Finanzamt noch einmal in Papierform vorliegen, so dass nach wie vor Drucker, Toner und Tinte notwendige Medien für das geschriebene Wort sind.

Das klassische Buch, Nachschlagewerke, Zeitungen und vor allem Lehrbücher lassen sich noch viel leichter lesen und handhaben als ebooks oder andere elektronische Informationsmedien. So schaut manch Autofahrer in der Fremde trotz Navigationssystem sicherheitshalber doch noch mal in den Autoatlas. Und man denke nur an die vielen Kinderbücher mit ihren vielen bunten Illustrationen, die Programmzeitschriften und Schulbücher und all die vielen schön gebundenen Klassiker und dicken Schmöker für den Urlaub, appetitlich gestaltete Kochbücher oder anschaulich illustrierte Reiseführer und andere Sachbücher.

Hier besteht sicherlich keine Gefahr, dass Druckmaschinen, Buchläden und Bibliotheken so schnell durch die Elektronik ersetzt werden können, ebenso wenig, wie sich ein Bummel durch den Schuhladen oder den Fahrradladen durch einen Onlineshop ersetzen lassen.

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